Unterstützung für Zivilbeschäftigte bei den US-Streitkräften bekräftigt

© Dominik Brütting

10. Juli 2020

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (SPD) und der Grafenwöhrer Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) nutzten die Möglichkeit, sich persönlich mit der Gewerkschaft ver.di zur Lage der Zivilbeschäftigten bei den US-Streitkräften auszutauschen. Sie bekräftigten dabei erneut ihre politische Unterstützung im persönlichen Gespräch, nachdem MdB Grötsch bereits unmittelbar nach der Ankündigung des Truppenabzuges durch US-Präsident Trump mit den Personalräten in Kontakt getreten war. Auf Grund der Kontaktbeschränkungen konnten diese Gespräche zum damaligen Zeitpunkt nur virtuell stattfinden. Daher war es allen Beteiligten ein Bedürfnis gewesen, sich auch persönlich auszutauschen.

„Selbst wenn der Teilabzug für Donald Trump beschlossene Sache ist, gibt es auch in den USA Widerstand gegen die Pläne“, erklärte MdB Uli Grötsch im Gespräch mit den ver.di-Vertretern. „Trotzdem sollen die NATO-Partner demnächst über konkrete Details informiert werden. Darum müssen wir am Ball bleiben, um die Perspektiven der Zivilbeschäftigten abzusichern. Für mich ist klar, dass die US Army auch nach einer solchen Ankündigung in der Verantwortung für unsere Region ist: Die Akzeptanz der Stationierung und der damit verbundenen Belastungen wie etwa dem Übungslärm steht in direktem Zusammenhang mit einem breiten Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen“, so Grötsch.

Auch der Grafenwöhrer Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) bekräftigte die beidseitige Bedeutung des Standortes sowohl für die US Armee als auch für die Region und wünschte sich eine Fortsetzung dieser deutsch-amerikanischen Freundschaft.

„Die Beschäftigten sind verunsichert, da die eigene Lebensplanung durch solche Ankündigungen unter Druck gerät. In unserer Region machen sich derzeit viele Menschen Sorgen um ihre berufliche Zukunft“, beschreibt Wolfgang Dagner, ehrenamtlicher Fachgruppenvorsitzender der Gewerkschaft ver.di in der Oberpfalz, die Stimmung.

ver.di-Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner bedankte sich bei Uli Grötsch und Edgar Knobloch für ihren Besuch und fasste ein zentrales Anliegen der Mitgliedschaft zusammen: „Wir fordern Sicherheit für die Zukunft der Beschäftigten.“