Weiterhin Wachsamkeit trotz guter Auftragslage – MdB Uli Grötsch informiert sich bei ver.di und Post-Betriebsräten

v.l.n.r.: MdB Uli Grötsch, Peter Franke, Alexander Gröbner, Ramona Knorr, Nicole Rufin
© Dominik Brütting / Büro Uli Grötsch

29. Oktober 2020

„Das Versandaufkommen bei der Post hat seit dem Beginn der Corona-Pandemie deutlich zugenommen, das merken wir auch hier im Versandzentrum“, berichteten die Betriebsräte Ramona Knorr und Peter Franke beim Besuch von MdB Uli Grötsch in der Niederlassung Multikanalvertrieb der Deutschen Post AG in Weiden. Der SPD-Bundestagsabgeordnete informierte sich gemeinsam mit der zuständigen ver.di-Sekretärin Nicole Rufin und ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner in der ehemaligen „Philatelie“ über die Sicht der Beschäftigten auf die momentane Situation des Standorts.

Die Betriebsräte konnten neben einer gestiegenen Auftragslage auch von Investitionen in den Standort berichten. „Es läuft aktuell sehr gut, aber wir sind weiterhin wachsam, was die Pläne der Arbeitgeberseite angeht“, fasste Betriebsrat Peter Franke zusammen.

Wachsam sei auch der ver.di-Bezirksverband, betonte die zuständige Gewerkschaftssekretärin Nicole Rufin. „Die Erfahrung mit schon erfolgten Ausgliederungen zeigt, dass es der Post oft genug um Tarifflucht und die Senkung der Standards geht. Das müssen wir in Zukunft verhindern.“

Rufin erinnerte daran, dass seit Anfang 2019 am Standort Weiden praktisch zwei Unternehmen unter einem Dach existieren: Neben der eigentlichen Post-Niederlassung auch noch die Post-Tochter „CSC GmbH“, in die im Februar 2019 über 170 Kolleginnen und Kollegen ausgegliedert wurden.

Der SPD-Abgeordnete und bayerische Generalsekretär Grötsch lenkte den Blick auf den ganzen Freistaat: „Als bayerische SPD-Landesgruppe beobachten wir den Kampf der Beschäftigten um einen eigenen Tarifvertrag bei der CSC GmbH in Fürth ganz genau. Es ist schäbig, wie die Post und ihr Tochterunternehmen hier auf dem Rücken der Arbeitnehmer agiert. Alles nur nach dem Motto: Hauptsache so wenig wie möglich zahlen! Die bayerische SPD steht in dieser Auseinandersetzung hinter den Beschäftigten und wird diesen Kampf auf politischem Wege voll unterstützen“, erklärte Grötsch seine uneingeschränkte Solidarität.

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