Ich bewerbe mich als Vorsitzender der Bayern SPD!

Uli Grötsch
© Susie Knoll

19. November 2020

Wer mich kennt weiß, dass ich für die Sozialdemokratie brenne und für eine klare Haltung stehe. Das tue ich auch und vor allem in schwierigen Zeiten.

Ich bin ein klassisches Arbeiterkind und habe nach dem frühen Tod meines Vaters am eigenen Leib erlebt, was Armut bedeutet. Als 19jähriger habe ich angefangen, mich für die Sozialdemokratie zu engagieren, weil ich erkannt hatte, dass die SPD die einzige Partei ist, die sich für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung einsetzt. Dass sie eine Partei ist, die eine Politik macht, deren Ziel es ist, allen Menschen die gleichen Chancen zu geben, unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Das hat mich als junger Mann fasziniert und das fasziniert mich bis heute.

Seit 2013 bin ich Abgeordneter im Deutschen Bundestag, seit 2017 Generalsekretär der Bayern SPD. Seitdem bin ich tausende von Kilometern durch Bayern gefahren und habe mit unzähligen Menschen gesprochen. Dabei habe ich gespürt und vielfach erlebt, dass wir als Bayern SPD die richtigen Antworten auf die alltäglichen Probleme und Herausforderungen der Menschen in Bayern geben können. In der BayernSPD steckt ein riesiges Potential, das man auch heben kann. Man muss es nur tun!

Deshalb werde ich als Vorsitzender der bayerischen SPD klar und deutlich wahrnehmbar sein – ich möchte bei den Menschen sein, und zwar mit unverwechselbaren Botschaften. Das, was wir in den vergangenen Jahren an Wahrnehmbarkeit und Deutlichkeit verloren haben, möchte ich damit wieder zurückgewinnen. Gerade in Zeiten der Krise erwarten die Menschen von uns Politikerinnen und Politikern Orientierung – und das völlig zurecht! Meine Töchter sind 13 und 15, ich weiß, wie junge Menschen in Bayern ticken. Deswegen möchte ich als Vorsitzender der Bayern SPD meinen Teil dazu beitragen, dass die Menschen in der Sozialdemokratie einen verlässlichen Partner in allen gegenwärtigen und zukünftigen Lebenslagen sehen.

Bayern, das ist für mich gleichermaßen Stadt und Land: Bayern ist ein Land, in dem die Lebensverhältnisse alles andere als gleich sind. Ich komme aus einem kleinen Dorf, wo ich mit dem Wissen aufgewachsen bin, dass ein Auto Freiheit bedeutet, wir im Osten und Norden Bayerns um jeden Job doppelt so hart kämpfen müssen wie in den Zentren und ein Ortskern mit florierenden Geschäften keine Selbstverständlichkeit ist.

Ich kenne vor meinen beruflichen Hintergründen natürlich auch Großstädte wie München oder Berlin und die Themen, die die Menschen dort umtreiben. Ich weiß, wie viele Menschen dort Sorge haben müssen, sich ihre Miete nicht mehr leisten zu können oder erst gar keine passende Wohnung zu finden. Auch beim Thema Umwelt- und Klimaschutz ist in Bayern noch viel Luft nach oben – Stichwort Flächenfraß oder der nach wie vor schleppende Ausbau der Windkraft! Oder die Situation der Industriearbeiter, etwa bei den Autobauern oder den Automobilzulieferern. Sie alle müssen wissen und jeden Tag spüren, dass wir, dass die SPD ihr Partner für ein gutes Leben sind!

Auf all diese Themen brauchen wir als BayernSPD klare und unverwechselbare Antworten und ein untrügliches Gespür für das, was die Menschen in allen Ecken des Freistaates umtreibt. Durch meine mehr als 20jährige Tätigkeit als bayerischer Polizist weiß ich, was tagsüber, aber auch nachts auf Bayerns Straßen und Plätzen los ist, wie es um Recht und Gerechtigkeit in Bayern, aber auch in Deutschland bestellt ist. Ich weiß, wie es ist, Schicht zu arbeiten und menschliche Schicksale, manchmal auch Abgründe zu sehen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir in Bayern entlang der sozialdemokratischen Grundwerte auch in Zukunft sicher leben können – egal, wo wir herkommen, ob wir reich oder arm, jung oder alt sind.

Ich werde mich weiterhin mit all meiner Kraft gegen Hass und Hetze und gegen eine Verrohung unserer Gesellschaft laut und in aller Deutlichkeit aussprechen. Unser demokratischer Rechtsstaat ist die Grundlage unserer Gesellschaft! Ich werde ihn mit all meiner politischen Kraft jeden Tag auf’s Neue gegen die Feinde von Freiheit und Demokratie verteidigen.

Die Pandemie zeigt uns schonungslos, wo Defizite liegen – auch bei uns im wohlhabenden Bayern! Es gibt also viel zu tun! Pflegekräfte, zum Beispiel müssen dringend besser bezahlt werden und brauchen die Wertschätzung, die sie schon lange verdienen. Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung, und unsere Schulen benötigen endlich eine zeitgemäße digitale Ausstattung!

Aktuell bringt das Virus unterschiedliche Branchen und Berufsgruppen an den Rand ihrer wirtschaftlichen Existenz. Hier muss weiterhin das gelten, was unser SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf Bundesebene umsetzt: unbürokratische und rasche wirtschaftliche Hilfe!

Mein detailliertes Programm, werde ich hier in den nächsten Wochen ausführlich vorstellen und natürlich auch das Team, mit dem ich antrete.

Vielen Dank und Freundschaft! Uli Grötsch

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