Gemeinsam gegen befristete Jobs - MdB Uli Grötsch unterstützt ver.di-Aktion bei der Deutschen Post

Dominik Brütting

05. April 2022

Über drei Millionen Menschen haben in Deutschland einen befristeten Arbeitsvertrag – mit weitreichenden Folgen für die Beschäftigten. „Wer nur befristet beschäftigt ist, kann sein Leben nicht vernünftig planen, weil er permanent um seinen Job bangen muss und nicht weiß, ob er in naher Zukunft noch Arbeit hat. Befristete Beschäftigung ist deshalb ein riesiges gesellschaftliches Problem“, weiß Matthias Than, ver.di-Betriebsgruppenvorsitzender für den Bereich Amberg/Weiden bei der Deutschen Post AG. Gemeinsam mit seinem Kollegen und Nürnberger Betriebsgruppenvorsitzenden Jürgen Kallert stellte er dem Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch die Kampagne „(UN)BEFRISTET“ vor.

Den SPD-Abgeordneten Grötsch beschäftigt das Thema ebenfalls schon lange. „Seit ich im Deutschen Bundestag bin, kämpfe ich für die Abschaffung der sogenannten ‚sachgrundlosen Befristung‘. Deshalb bin ich der Gewerkschaft ver.di sehr dankbar, dass sie mit ihrer Kampagne gesellschaftlichen Druck aufbaut. Denn wir brauchen gesellschaftliche und politische Mehrheiten, um die sachgrundlose Beschäftigung endlich abzuschaffen“, ist Grötsch überzeugt.

Jürgen Kallert rechnete vor, dass in einzelnen Abteilungen bei der Deutschen Post AG mehr als 25% der Mitarbeiter*innen befristet beschäftigt seien. Für Uli Grötsch ist dies ein Zeichen, „dass die sachgrundlose Befristung bei der Post völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Ich fordere den Post-Vorstand auf, diese Praxis zu beenden und die Jobs in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu überführen.“

Die von Uli Grötsch unterschriebene Postkarte im Großformat geht nun auf die Reise in die Post-Zentrale nach Bonn, wo sie durch ver.di-Vertreter an den Post-Vorstand übergeben wird.

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