Alle Bereiche im Blick haben - MdB Uli Grötsch tauscht sich mit ver.di-Bezirk Oberpfalz zur Lage der Beschäftigten aus

Mit dem Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (oben, 2.v.l.) diskutierten die ver.di-Vertreter*innen aus den verschiedenen Fachbereichen (v.l.n.r.) Eva Bößl (Telekommunikation), Kathrin Birner (Bund/Länder und Gemeinden), Lisa Freunek (ver.di Jugend), Marina
© Uli Grötsch

21. Januar 2021

„Durch diese Pandemie kommen wir nur gemeinsam durch. Deshalb müssen wir in regelmäßigem Austausch darüber reden, wo wir politisch nachsteuern müssen“, ist MdB Uli Grötsch überzeugt. In Absprache mit dem Geschäftsführer von ver.di Oberpfalz, Alexander Gröbner, ergriff der SPD-Abgeordnete die Gelegenheit, sich im Rahmen einer Videokonferenz mit den Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen ver.di-Fachbereichen über die Situation der Beschäftigten zu informieren.

Ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner unterstrich die sehr unterschiedliche Betroffenheit: „Wir sehen momentan die ganze Bandbreite – von schwer getroffenen Solo-Selbstständigen über Menschen in Kurzarbeit bis hin zu Beschäftigten, die sich vor Arbeit nicht retten können.“ Während zum Beispiel der Kunst- und Kulturbereich um die Existenz kämpfe, seien in der Alten- und Krankenpflege, bei der Post oder auch teilweise im Handel die Beschäftigten seit Monaten überlastet.

Gerade im Gesundheitswesen und der Pflege sei „die Überlastung allerorten spürbar“, berichtete Gewerkschaftssekretärin Marina Mühlbauer. „Dabei müssten gerade die Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege besonders geschützt werden – sowohl was die Ausstattung mit Schutzausrüstung, als auch was die Arbeitsbelastung angeht.“ Mühlbauer bemängelte, dass beispielsweise die Testroutinen noch immer sehr unterschiedlich umgesetzt würden. Bei der Sicherheit der Beschäftigten dürften aber keine Abstriche gemacht werden.

Ebenfalls schwer durch den Lockdown getroffen ist der Bereich Kunst und Kultur, erläuterte Pascal Attenkofer. „Am schlimmsten erwischt hat es freie Selbstständige wie Musiker, Schauspieler, aber auch freie Journalisten.“ Diese seien anfangs auch bei der Soforthilfe durch das Raster gefallen. Nun erhielten viele von Ihnen Beihilfen, die aber ausliefen und dringend verlängert werden müssten, appellierte Attenkofer. „Die Leute leben teilweise von der Hand in den Mund.“

Uli Grötsch war überzeugt, dass der Bund die entsprechenden Programme verlängern werde. „Wir müssen die Betriebe, die Beschäftigten in Kurzarbeit und die besonders betroffenen Solo-Selbstständigen jetzt über die Krise bringen – egal, was es kostet. Finanzminister Olaf Scholz hat daher auch angekündigt, die Hilfen für die Solo-Selbstständigen nochmals zu vereinfachen. Das ist jetzt dringend nötig und wir sind wild entschlossen, die Maßnahmen wo nötig aufzustocken.“

Die ver.di-Vertreter*innen und MdB Uli Grötsch vereinbarten einen weiterhin engen Austausch über die Pandemiesituation.

Teilen